Nach einem abgeklärten 8:2-Heimsieg im Cup -1/64-Final gegen den NLB-Vertreter UHC Pfannenstiel ziehen die Unihockey Rheintal Gators in die nächste Cuprunde ein. Dank einer geschlossenen Teamleistung war der Sieg gegen die besser klassierten Gegner zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Die Partie startete ausgeglichen mit Ballbesitzphasen auf beiden Seiten. Mit dem ersten Schuss aufs Tor konnten die Rheintaler in der achten Minute in Führung gehen. Standesgemäss traf der letztjährige Ligatopskorer Lasse Paus. Nennenswert ist aber auch der Assistgeber Kirill Meister. Der Nachwuchsspieler mit Jahrgang 2010 durfte damit in seinem ersten Pflichtspiel für das Fanionteam gleich den ersten Skorerpunkt bejubeln. Danach ging das Spiel ausgeglichen weiter. Erst in der 18. Minute konnte Lui Langer auf Zuspiel von Lasse Paus die Rheintaler Führung aufbauen. Nur etwas mehr als eine Minute später doppelte Mirco Hunziker nach. Und als ob dies nicht genug wäre, traf Christoph Fässler nur 15 Sekunden nach Wiederanpfiff ins hohe Eck. Den Pass dazu steuerte Nicolas Wyss bei. Dank dieses Dreierpacks innert weniger als zwei Minuten konnten die Gators mit einer komfortablen 4:0-Führung in die erste Pause. Dies war so verdient aufgrund der geschlossenen Teamleistung. Torhüter Hutter hatte bis zu diesem Zeitpunkt nur einen Schuss auf seinen Kasten parieren müssen.
Im Mitteldrittel wollte der B-Ligist eine Reaktion zeigen. Dies taten sie mit einem Torschuss nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff. Auch danach drückte der UHC Pfannenstiel. Doch die Gators hielten dem Druck stand und verteidigten weiterhin solidarisch. Und so kam es, dass in der 29. Minute Nicolas Wyss mit einem präzisen Schuss unter die Latte den fünften Rheintaler Treffer des Abends erzielte. Assistgeber war Lasse Paus. Exakt zehn Sekunden später konnten die Gators bereits wieder jubeln. Mit einem Zuckerpass bediente Joel Conzett seinen Kollegen Lui Langer im Slot, welcher eiskalt versenkte. Auch für Conzett, welcher auf diese Saison vom Ligakonkurrenten UHC Herisau ins Rheintal wechselte, war es der erste Skorerpunkt für die Gators. Kurz darauf war Lasse Paus nur wenige Zentimeter neben dem nächsten Tor – er traf den Innenpfosten. In der 34. Minute musste dann ein Zürcher wegen eines überharten Körpereinsatzes auf die Strafbank. Das Überzahlspiel der Gators blieb aber torlos und vier Sekunden vor Ablauf der Strafe musste auch ein Rheintaler in die Kühlbox. Der UHC Pfannenstiel blieb eiskalt und erzielte im Powerplay seinen ersten Treffer des Abends. Dieses Gegentor brachte die Rheintaler etwas aus dem Rhythmus. So waren sie froh, als die zweite Pausensirene ertönte. Die zwischenzeitliche Führung war mit einem 6:1 noch immer hoch.
Auch zu Beginn des Schlussdrittels machte der UHC Pfannenstiel Druck. Entgegen diesem Momentum baute Nicolas Wyss mit seinem zweiten persönlichen Treffer des Abends die Führung weiter aus. Den Pass steuerte erneut Youngstar Kirill Meister bei. Kurz darauf konnten die Zürcher mit einer schönen Passkombination zwar nochmals verkürzen, jedoch nahmen sie sich danach mit einer klaren Strafe den Wind gleich selbst wieder aus den Segeln. Das Rheintaler Powerplay blieb erneut harmlos. Danach war der Spielfluss etwas gebrochen. Der UHC Pfannenstiel rannte weiter an, jedoch ohne die letzte Konsequenz. Und so kam es, dass Joel Conzett nach seinem ersten Skorerpunkt für die Gators mit dem Empty-Netter auch noch sein erstes Tor für die Rheintaler bejubeln durfte. Dies war dann auch der Schlusspunkt einer intensiven Partie.
Dank diesem 8:2-Sieg gegen den UHC Pfannenstiel aus der Nationalliga B ziehen die Gators in den Cup-1/32-Final ein, welche im August stattfinden wird. Der Gegner dort wird noch ausgespielt. Zum besten Rheintaler des Abends wurde Lasse Paus gewählt. Neben der geschlossenen Mannschaftsleistung sind auch die herausragenden Leistungen der Debütanten aus dem Nachwuchs Kirill Meister, Lino Rieser und Luan Köppel zu erwähnen. Zudem zeigten auch die Neuzugänge Joel Conzett und Patrik Tobler hervorragende Leistung. Abgerundet hat dieser Unihockey-Abend ein zahlreich erschienenes Publikum, was für die frühen Cuprunden im Sommer alles andere als selbstverständlich ist.