In der 5. Runde der Meisterschaft setzten die Unihockey Rheintal Gators in der Sporthalle Aegeten in Widnau ein dickes Ausrufezeichen: Das Fanionteam bezwang den bisher ungeschlagenen Tabellenführer White Indians Inwil-Baar nach einem packenden Schlagabtausch knapp mit 4:3. Für die Rheintaler, die nach vier absolvierten Partien lediglich einen Sieg nach Verlängerung vorzuweisen hatten und im unteren Drittel feststeckten, ist dieser Heimerfolg gegen den makellosen Spitzenreiter der erste Vollerfolg.
Die Hausherren erwischten einen Start nach Mass und dominierten die ersten zehn Minuten der Partie spielerisch. Bereits in der 6. Spielminute münzten die Rheinkrokos ihre Überlegenheit in Zählbares um: Christoph Fässler traf auf Zuspiel von Nevio Steiger zur 1:0-Führung (5:02), und nur 59 Sekunden später doppelte Cedric Siegrist nach Vorarbeit von Joel Conzett zum 2:0 nach (6:01). In der Folge gestaltete sich das Geschehen ausgeglichener. Die Zuger bewiesen ihre gewohnte Effizienz und schafften durch zwei Treffer kurz vor Drittelende (16:09 und 19:08) noch vor der Sirene den 2:2-Ausgleich. Auch das Mitteldrittel bot den Zuschauern in Widnau ein intensives und ausgewogenes Duell auf Augenhöhe. In der 27. Minute bot sich den Gators nach einer Strafe wegen Stockschlags gegen Inwil-Baar (26:47) die erste Powerplay-Gelegenheit, die jedoch ungenutzt blieb. Besser machten es die Rheintaler wenig später bei gleicher Mannstärke: Nach einer wunderschönen Passstafette schloss Andri Baumgartner auf Assist von Ramon Hunziker zur erneuten 3:2-Führung ab (31:00). Eine Zweiminutenstrafe gegen Baumgartner wegen überharten Körpereinsatzes (36:01) nutzten die Gäste jedoch postwendend aus und stellten nur 28 Sekunden später auf 3:3 (36:29). Mit diesem Unentschieden ging es erneut in die Kabinen.
Im Schlussabschnitt schenkten sich beide Teams in einer von Physis geprägten Phase nichts. Den entscheidenden Nadelstich setzten schliesslich die Einheimischen: Nicola Bischof verwertete einen Pass quer durch den Slot des Gegners von Lasse Paus zum vielumjubelten 4:3. Als die Innerschweizer in der Schlussphase wegen überharten Körpereinsatzes eine weitere Strafe kassierten (54:39), konnten die Gators die verbleibende Zeit geschickt von der Uhr nehmen und den knappen Vorsprung über die Schlusssirene retten.
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und hoher Disziplin verdienten sich die Rheintaler diesen Prestige-Erfolg. Zum «Best Player» auf Seiten der Gators wurde Joel Stieger gewählt, der mit einer hervorragenden Defensivleistung massgeblichen Anteil am Heimsieg hatte. Trotz der drei Punkte belegen die Gators in der eng gestaffelten Tabelle aktuell den 11. Rang und sind punktgleich mit zwei weiteren Teams, weisen aber komfortable vier Zähler Vorsprung auf das Schlusslicht auf. Bereits am nächsten Samstag, 10. Oktober 2026, bietet sich die Chance zum nächsten Punktgewinn: Um 17:00 Uhr empfangen die Gators die Red Devils March-Höfe erneut in der Sporthalle Aegeten in Widnau.