Vergangenen Sonntag reiste die Herrenmannschaft der Unihockey Rheintal Gators für das Cup-1/32-Final in die Innerschweiz zu Floorball Uri. Die Vorzeichen waren nicht nur positiv, da die Rheintaler aufgrund zahlreicher Verletzungen auf diverse Leistungsträger verzichten mussten.
Trotzdem starteten die Rheintaler ausgezeichnet. Bereits nach 23 Sekunden traf Neo-Gator Christoph Fässler. Bedient wurde der Appenzeller von Nevio Steiger. Kurz darauf musste ein Urner auf die Strafbank. Dies führte dazu, dass Pascal Frei bereits in der vierten Minute auf 2:0 erhöhen konnte. Auch danach waren vermehrt die Rheintaler Gäste am Drücker. In der 9. Minute musste erneut ein Innerschweizer auf die Strafbank. Doch dieses Mal hielt das Unterzahlspiel des Heimteams dicht, und dies schien die Urner zu beflügeln. Kurz nach Ablauf der Strafe drehte Floorball Uri auf, was sie in der 12. Minute sogleich mit dem Anschlusstreffer belohnen konnten. Dies verunsicherte auch die Gators, bei welchen sich danach immer mehr Fehler einschlichen. Die logische Folge war der Ausgleich in der 16. Minute. Kurz vor Ende des ersten Drittels konnten die Innerschweizer mit einem Weitschuss, welcher kurz vor dem Tor noch abgelenkt wurde, in Führung gehen. Das Pausenresultat nach dem ersten Drittel lautete 3:2 für Floorball Uri. Die knappe Führung war nicht unverdient. So konnten sie die Gators-Fehler eiskalt ausnutzen.
Auch zu Beginn des zweiten Drittels waren eher die Gäste am Drücker, wobei sich das Spielgeschehen generell etwas beruhigte. Die Gators kämpften weiterhin mit sich selbst. Sie konnten zwar zahlreiche Abschlüsse erarbeiten, davon aber nur sehr wenige aufs Tor bringen. So kam es, dass der gegnerische Torhüter nur wenig eingreifen musste. Die Chance für die Rheintaler, die Partie wieder auszugleichen, bot sich in der 35. Minute, als ein Urner auf die Strafbank musste. Den Rheintalern gelang es, ein Powerplay aufzuziehen. Nach einem offensiven Ballverlust schalteten sie aber zu langsam um, was dazu führte, dass ein Innerschweizer drei Rheintaler überspielte und dann allein vor dem Tor auftauchte. Diese Chance wusste er eiskalt auszunutzen, mit dem vierten Tor für Floorball Uri. Dabei blieb es dann im zweiten Drittel auch und die Gators mussten mit einem 4:2-Rückstand in die zweite Pause.
Im Schlussdrittel musste also eine Reaktion der Rheintaler her, sollten sie noch in die nächste Cup-Runde wollen. Doch bereits nach 15 Sekunden tätigte ein Gator einen Stockschlag an einem Urner, welcher danach allein aufs Tor hätte ziehen können. Die logische Folge war eine Strafe. Das Unterzahlspiel der Rheintaler hielt zwar dicht, doch das aufstrebende Floorball Uri wurde weiterhin begünstigt. In der 48. Minute gelang den Innerschweizern gar ein Doppelschlag. Zuerst konnte ein Stürmer von einem Abpraller profitieren. Der zweite Treffer erfolgte nach einem Blackout eines Rheintaler Verteidigers, welcher den Ball zwei Urnern allein vors Tor spielte. Kurz darauf nahmen die Gators ihr Timeout und ab der 50. Minute machte der Rheintaler Torhüter einem sechsten Feldspieler Platz. Nur wenig später erhielten die Gators einen Penaltyschuss zugesprochen, welchen Christoph Fässler eiskalt verwertete. Die Massnahme, um mit einem Feldspieler mehr zu spielen, zahlte sich weiterhin aus. In der 54. Minute erwischte Jerôme Huwiler den gegnerischen Torhüter in der nahen Ecke und brachte die Gators wieder auf 6:4 heran. Danach boten sich den Rheintalern einige Chancen auf den Anschlusstreffer, welche sie nicht nutzen konnten. Erst in der letzten Minute konnte Floorball Uri den Sack zumachen mit dem Treffer ins leere Tor. Fünfzehn Sekunden vor Spielende beging ein Innerschweizer noch ein übermotiviertes Foul, als er einen Gator in die Wechselbank checkte. Das kurze Überzahlspiel war nur ein kleiner Trost, da dieses in Anbetracht des Zeitpunkts und Spielstandes unnötige Foul einen weiteren Rheintaler verletzte.
Dies war dann auch der Schlusspunkt der Partie und die Gators schieden im Cup-1/32-Final mit einem 7:4 gegen Floorball Uri aus. Zum besten Rheintaler Spieler wurde Nicolas Wyss gewählt. Das Scheitern ist vor allem auf zu viele Eigenfehler und zu wenig Kaltblütigkeit vor dem Tor zurückzuführen. Trotzdem ist die Leistung der dezimierten und jungen Rheintaler Mannschaft zu würdigen. Weiter verschärfte sich die Verletztenliste der Rheintaler. So forderte die Partie drei weitere Ausfälle, welche bis Saisonbeginn in drei Wochen wohl nur teilweise auskuriert werden können. Nun gilt es, die verbleibende Zeit zu nutzen, sodass die Mannschaft zum Saisonstart am 13. September 2025 bereit ist.