Marco Hutter
28 Sep
28Sep

Nach einer Leistungssteigerung gewannen die Gatros am Samstag verdient nach Penaltyschiessen gegen Floorball Uri. Davon war am Sonntag gegen die Jona-Uznach Flames bei der Kanterniederlage aber nichts mehr zu sehen. 

Anders als bei den bisherigen Partien zeigten die Gators einen kontrollierten Start ins Samstagabend-Spiel gegen Floorball Uri. Die Startphase war geprägt von viel Kontrolle und verhältnismässig wenig gefährlichen Torchancen. Und so vergingen die ersten zehn Minuten torlos. In der 13. Minute musste dann ein Urner auf die Strafbank. Kurz vor Ablauf der Strafe konnte Lasse Paus auf Assist von Christoph Fässler das Überzahlspiel ausnutzen. Es war die erstmalige Gators-Führung in dieser Saison. Doch noch im Startdrittel konnte Floorball Uri nach einem Freistoss rund 4 Meter vor dem Gators-Tor wieder ausgleichen.
Auch zu Beginn des Mitteldrittels war es eine ausgeglichene Angelegenheit. In der 25. Minute musste dann aber ein Rheintaler auf die Strafbank. Nach weniger als einer Minute kam das Urner Powerplay dann zum Torerfolg. Kurz darauf musste auch ein Innerschweizer in die Kühlbox. Doch statt dem Rheintaler Ausgleich folgte das Urner Tor in Unterzahl. Die Gators waren sichtlich verunsichert und es schlichen sich wieder zahlreiche Eigenfehler und Ballverluste ein. Die Folge daraus war das 1:4, welches Floorball Uri in der 35. Minute erzielen konnte.
Im Schlussdrittel zeigten sich die Gators wie verwandelt: Sie gewannen viele Zweikämpfe, spielten aktiv und machten kaum Fehler. Die Rheintaler zeigten, was in dieser Mannschaft steckt. Angetrieben von lauthalsen Fans dauerte es aber fast zehn Minuten, bis sich die Rheintaler dafür belohnten. In der 50. Minute traf Patrik Tobler mit einem satten Schuss auf Zuspiel von Cedric Siegrist. Keine Minute später setzte Nicolas Wyss einen Weitschuss ans Lattenkreuz. Dennoch folgte der Anschlusstreffer nur wenig später. Lasse Paus traf nach einem Pass von Nicola Bischof. Und es kam noch besser aus Rheintaler Sicht: Ein Urner musste auf die Strafbank und in Überzahl glich Christoph Fässler auf Zuspiel von Lasse Paus die Partie aus. In den letzten Minuten der regulären Spielzeit hatten beide Mannschaften nochmals Torchancen. Es fielen aber keine weiteren Tore mehr und die Partie ging in die Verlängerung. In dieser hatte Floorball Uri die besseren Chancen, aber es fielen keine Tore mehr. Deshalb musste das Spiel im Penalty-Schiessen entschieden werden. Nach je vier Schützen stand es 1:1. Da der fünfte Urner traf, musste Malik Müller treffen. Dies tat er eiskalt mit einer kreativen Variante. Da Torhüter Marco Hutter den sechsten Penalty parieren konnte, hatte Lasse Paus den Matchball auf dem Stock. Er blieb eiskalt und verwandelte souverän zum Gators-Sieg. 
Damit holten sich die Gators den ersten Sieg in dieser Saison. Es war ein hart erkämpfter, welcher viel Moral erforderte. Zum besten Rheintaler wurde Lasse Paus gewählt, welcher mit zwei regulären Toren, zwei Penalty-Toren und einem Assist glänzte.

Von der Leistung am Schluss des Vortags war am Sonntag beim Spiel gegen die Jona-Uznach Flames leider nichts mehr zu sehen. Wie schon in den vorherigen Spielen zeigte sich eine grosse Verunsicherung auf der Rheintaler Seite. Die Folge davon waren zwei frühe Gegentreffer in der vierten und fünften Minute. Danach fingen sich die Rheintaler aber ein wenig. In der 16. Minute kassierten die Gators in Unterzahl nach einem Freistoss das 0:3. Danach folgte aber ein erstes Rheintaler Lebenszeichen. Nicolas Wyss konnte auf Zuspiel von Mirco Hunziker verkürzen. Doch wie gewonnen so zerronnen kassierten sie keine Minute später den nächsten Gegentreffer. Dadurch lagen die Gators zur ersten Pause 1:4 hinten.
Auf das Mitteldrittel folgte eine leichte Leistungssteigerung. Sie spielten besser mit, kamen aber noch immer kaum zu gefährlichen Torchancen. In der 35. Minute musste dann erneut ein Rheintaler auf die Strafbank. Das Unterzahlspiel überstanden die Gators zwar schadlos, doch drei Sekunden nach Ablauf der Strafe landete der Ball dann trotzdem im eigenen Tor. Kurz vor der zweiten Pausensirene musste dann erneut ein Gator auf die Strafbank. Bis zur Pause fielen aber keine weiteren Tore mehr.
Im Schlussdrittel mussten die Rheintaler zuerst in Unterzahl agieren. Diese Situation überstanden sie aber erneut schadlos. Kurz darauf musste dann erstmals auch ein Spieler der Jona-Uznach Flames auf die Strafbank. Aber auch in Überzahl gelang der zweite Rheintaler Treffer nicht. Da die Rheintaler offensiv chancenlos wirkten, musste bereits ab der 49. Minute der Rheintaler Torhüter einem sechsten Feldspieler Platz machen. Dies zahlte sich rasch aus, als Christoph Fässler mit einem Weitschuss traf. Den Pass steuerte Malik Müller bei. Umso bitterer ist es aber, dass keine zwanzig Sekunden später der Ball ins eigene Tor kullerte, nachdem ein Flames-Spieler aus dem Eck einen Rheintaler an die Beine schoss. Die Gators versuchten es weiterhin mit sechs Feldspieler. Die Folge davon war ein Empty-Net der Kantonsrivalen, welche damit die definitive Entscheidung beiführten. Daraufhin kam der komplette Zerfall der Gators, welche in den Schlussminuten, zum Teil noch in Unterzahl, nochmals drei weitere Gegentreffer kassierten.
Damit verlieren die Gators in Jona nach einer ungenügenden Leistung deutlich mit 2:10. Zum besten Rheintaler wurde Patrik Tobler gewählt, welcher viel Kampfgeist zeigte.