Zum Start in die neue Meisterschaftssaison empfingen die Unihockey Rheintal Gators am Wochenende die Red Lions Frauenfeld in der heimischen Sporthalle Aegeten. In einer umkämpften Partie musste sich das Fanionteam den abgeklärten Thurgauern am Ende mit 3:6 geschlagen geben, womit die ersten Punkte der Saison an die Gäste gingen.
Das Startdrittel war geprägt von einem kontrollierten Auftritt der Gäste, welche sogleich mehr Spielanteile an sich rissen. Die Rheintaler bekundeten Mühe, das gegnerische Aufbauspiel zu stören, was in der 12. Spielminute mit dem 0:1-Führungstreffer für Frauenfeld bestraft wurde. Auch danach blieben die Red Lions spielbestimmend und bauten ihren Vorsprung in der 19. Minute auf 0:2 aus. Doch die Gators zeigten eine rasche Reaktion auf diesen Rückschlag: Nur 33 Sekunden später bediente Malik Müller seinen Teamkollegen Lui Langer, der den Ball zum 1:2-Anschlusstreffer einnetzte. Es ging mit diesem knappen Rückstand in die erste Pause.
Im Mittelabschnitt präsentierte sich das Spielgeschehen deutlich ausgeglichener, und die Rheinkrokos fanden besser in die Zweikämpfe. Dennoch waren es in der 27. Minute erneut die Gäste, die mit dem 1:3 den alten Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellten. Die Antwort der Hausherren liess jedoch abermals nicht lange auf sich warten. Exakt eine Minute später fand Christoph Fässler den freistehenden Nicola Bischof im Slot, der prompt zum 2:3 verkürzte. In der 34. Minute wanderte schliesslich der erste Thurgauer auf die Strafbank. Das Powerplay der Gators formierte sich schnell und schlug eiskalt zu: Nach nur 19 Sekunden in Überzahl versenkte Lasse Paus den Ball ohne Vorarbeit im Netz. Obwohl Frauenfeld kurz darauf eine weitere Strafe kassierte, hielt deren Boxplay dieses Mal dicht, sodass es mit dem Unentschieden in die zweite Pause ging.
Im Schlussdrittel entwickelte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch, bei dem beide Teams auf Augenhöhe agierten. Die Partie stand auf Messers Schneide, ehe die Red Lions in der 54. Minute eine Lücke in der Rheintaler Defensive fanden und mit 3:4 in Führung gingen. Nur gut eine Minute später doppelte Frauenfeld nach und erhöhte auf 3:5. Der Gators-Trainerstab reagierte umgehend, nahm sein Timeout. In der Hoffnung auf eine späte Wende ersetzten die Hausherren ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers, um nochmals maximalen Druck zu erzeugen. Der Mut zum Risiko wurde jedoch nicht belohnt: Ein Empty-Netter der Gäste besiegelte die 3:6-Niederlage für die Gators beim Ertönen der Schlusssirene.
Trotz einer starken moralischen Rückkehr im Mitteldrittel stehen die Unihockey Rheintal Gators nach dem Saisonauftakt mit leeren Händen da. Zum besten Gators-Akteur des Abends wurde Torhüter Marco Hutter gewählt, der sein Team lange im Spiel hielt. Die nächste Möglichkeit, die ersten Meisterschaftspunkte einzufahren, bietet sich den Rheintalern bereits am kommenden Samstag, 19. September 2026. Dann gastieren sie um 18:00 Uhr zum Auswärtsspiel bei den Zuger Highlands in der Sporthalle Hofmatt in Oberägeri (ZG).
Im 1/16-Finale des Mobiliar Cups empfingen die Unihockey Rheintal Gators am Wochenende den oberklassigen UHC Thun in der heimischen Sporthalle Aegeten. Gegen den klaren Favoriten aus dem Berner Oberland musste sich das Fanionteam nach einer umkämpften Partie mit 1:9 geschlagen geben. Damit ist das diesjährige Cup-Abenteuer für die Rheintaler beendet, während die abgeklärten Gäste ihrer Rolle eindrücklich gerecht wurden.
Die Partie startete mit einem sehr kontrollierten Auftritt der Thuner, welche sogleich mehr Spielanteile an sich rissen. Bereits in der 8. Spielminute ging der Favorit mit 0:1 in Führung. Danach ging es Schlag auf Schlag: Nur wenig später fiel das 0:2 und direkt im Anschluss das 0:3. Als in der 13. Minute gar der vierte Gegentreffer hingenommen werden musste, reagierte das Rheintaler Trainergespann umgehend und bezog ein Timeout, um den Rhythmus der Berner zu unterbrechen. Die Gäste blieben jedoch dominant und erhöhten vor der ersten Sirene (17:37) auf den 0:5-Pausenstand.
Dank einer taktischen Umstellung auf Seiten der Gators präsentierte sich das Mitteldrittel spielerisch etwas ausgeglichener, obschon das Geschehen weiterhin mehrheitlich Thun-lastig blieb. Nach Wiederanpfiff dauerte es jedoch nicht lange, bis die Gäste in der 21. Minute auf 0:6 stellten. Nur Sekunden später mussten die Rheinkrokos wegen eines Stockschlags erstmals ins Boxplay, hielten dieses jedoch dicht. In der 26. Minute nahm Thun sein Timeout und kassierte kurz darauf eine Strafe wegen Haltens. Das Powerplay der Gators formierte sich gut, brachte den Ball aber noch zu wenig zwingend in den gegnerischen Slot. Stattdessen demonstrierte Thun seine Effizienz und baute die Führung in der 34. Minute auf 0:7 aus. Kurz vor der zweiten Pause bot sich dem Heimteam durch eine Strafe wegen Stossens gegen die Gäste nochmals eine Überzahlmöglichkeit, es blieb jedoch beim 0:7-Rückstand nach vierzig Minuten.
Im Schlussdrittel fanden die Rheintaler endlich belohnenden Zugriff auf das Spiel, sodass sich die Spielanteile in dieser Phase immer ausgeglichen gestalteten. Als ein Thuner wegen Bodenspiels auf die Strafbank musste, schlug das Gators-Powerplay eiskalt zu: Nach nur 13 Sekunden in Überzahl bediente Kirill Meister seinen Mitspieler Ramon Hunziker, der zum viel umjubelten 1:7-Ehrentreffer einnetzte. Die Antwort der Gäste liess jedoch nicht lange auf sich warten, denn in der 44. Minute stellte der Thuner Frauenfeld mit dem 1:8 den alten Abstand wieder her. In der umkämpften Schlussphase zogen die Rheintaler nochmals Strafen wegen Haltens und eines Stockschlags auf sich. Ein folgenschweres Bodenspiel der Gators während der eigenen Unterzahl führte in der 57. Minute zu einem Penalty für Thun. Dieser wurde souverän zum 1:9-Endstand verwandelt, wodurch das vielzitierte «Stängeli» für die Gäste gerade noch so verhindert wurde.
Trotz der deutlichen Niederlage gegen den Favoriten zeigten die Unihockey Rheintal Gators viel Moral und kämpften sich nach dem schwierigen Startdrittel aufopferungsvoll in die Partie. Als Lohn für seinen unermüdlichen Einsatz wurde Nicolas Wyss zum «Best Player» der Hausherren gewählt. Für die Gators steht kein weiteres Cup-Spiel an, da sie durch diese Niederlage aus dem diesjährigen Cup-Wettbewerb ausgeschieden sind und sich nun voll auf den kommenden Meisterschaftsbetrieb fokussieren können.